Wie ich zum Leder kam...

 


Angefangen hat alles mit dem Wunsch nach einer Tasche. Leider fand ich nirgends die Tasche, die ich mir vorgestellt habe. Entweder war ich mit dem Preis nicht zufrieden, oder meist entsprach schlichtweg die Qualität nicht meinen Vorstellungen.

 

Kurzerhand hab ich mir gedacht, wenn du was Individuelles willst, musst du 's wohl selber machen.

 

Mit Opas altem Schusterwerkzeug und ein wenig Leder, hab ich dann meinen ersten Versuch gestartet. Schon ganz gut aber geht halt doch noch besser, dachte ich mir.

Es folgte eine zweite Tasche, die noch mehr dem entsprach was ich wollte. In meiner Familie kam das Model 2.0  dann so gut an, dass meine Nichte diese immer noch als Schultasche verwendet. So stand ich also wieder ohne da....

 

Naja langer Rede kurzer Sinn, nach ca. 1 ½ Jahren und vielen Geburtstagsgeschenken hab ich 's endlich geschafft mir meine eigene Tasche zu machen.

 

Nach meinen ersten Gehversuchen mit Taschen, war es mal wieder Zeit für etwas Neues.

Ein neuer Gürtel musste her.

Robuste Gürtelschnallen sind rar. So entschloss ich mich auch hier wieder, bau 's doch einfach selber.

In der Werkstatt eines Freundes fräste ich mir die erste Gürtelschnalle aus Edelstahl, wieder kaufte ich mir Leder und baute mir meine ersten Gürtel.

Die Qualität kam im Freundeskreis so gut an, dass viele gefragt haben „kannst du mir auch so einen Gürtel machen?“. Viele haben jetzt einen, und von einigen höre ich immer wieder, „das ist mein absoluter Lieblingsgürtel“.

Der ein oder andere, hat sich mittlerweile schon seinen zweiten fertigen lassen.

 

Mittlerweile lasse ich die Rohlinge für die Gürtelschnallen in München Laserschneiden. Die Endbearbeitung und Veredelung ist nach wie vor Handarbeit, die ich selbst ausführe.

 

Auch Geldbörsen und Schlüsselanhänger gehören zu meinem Portfolio.

 

Mein Leder beziehe ich überwiegend aus einer Gerberei im Allgäu. Regionalität und dass ich mit den Menschen persönlich sprechen kann, ist mir wichtig.

Natürlich lässt es sich nicht ganz vermeiden, dass ich mal von anderen Herstellern Leder kaufe, da für manche Produkte einfach sehr spezielle Lederarten nötig sind. 

Das einzige, was von mir nicht verarbeitet wird, sind Exotenleder, wie Schlange oder ähnliches.

 

Brettl's Produkte lassen sich immer reparieren, damit auch die nächste Generation noch viel Freude an meinen Produkten hat und nicht alles immer gleich auf dem Müll landet. Für mich heißt die Devise, "reparieren statt wegwerfen".

 

Leder wird nicht alt, es lebt und bekommt eine Geschichte, jede Falte, jeder Fleck erzählt etwas und macht es individueller...